Offener Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Marcus Söder

Betrifft das Verbot der ehemaligen deutschen Reichskriegsflagge im öffentlichen Raum

Kriegsflagge des Norddeutschen Bundes 1867–1871
Die kaiserlichen Reichskriegsflagge
? Reichskriegsflagge der“Weim,arer“ Rerpublik

direkt@bayern.de

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

wenn Deutschland in diesen Tagen durch völlig irrationale Zwangsverordnungen und allerorten aufgestellte „Gessler Hüte“, geradezu verzweifelt versucht, sich zwischen Genderismus und Greta, bis hin zu allen möglichen „ismen“ zu strukturieren, dann kann man dazu nur feststellen: Die ehemals so pluralistische und politisch  klar orientierte  Republik, verfällt  rasend schnell zu einem desorientierten Staat, der voller Mythen, manisch und manchmal auch hysterisch versucht, seine Konzeptionslosigkeit hinter haarstäubenden Anordnungen und Verboten zu verbergen. In diesem Sinne sehe ich auch in meiner ehemaligen politischen Heimat, der CSU, der ich, als ich noch in Deutschland lebte, über 30 Jahre angehörte, kaum mehr anderes als politischen Dilettantismus. Ich versichere Sie, lieber Herr Ministerpräsident, meiner Anteilnahme, wenn Sie tief betroffen die Schmähbriefe von ein paar durchgeknallten Typen ernsthaft  auf einem Parteitag verlesen, als Beleg, gewissermaßen, wie groß die Gefahr von „rechts“ angeblich sei. Nein, solchen Unrat wirft man normalerweise kopfschüttelnd in den Papierkorb.

Es zeugt von schlichtem Gemüt, diese von ihnen kolportierten Anwürfe ernsthaft als politisch „rechts“ zu klassifizieren. Es sei einmal dahingestellt, ob Sie hier zum Zwecke der politischen Kleingeldbeschaffung, auf die Solidarität eines weitgehend politisch und geschichtlich verblödeten Klientels spekulieren oder aber tatsächlich „leidvoll“ rechtes. Gedankengut“ aus der Lektüre des von Ihnen kolportierten bösartigen Schwachsinns ablesen.  

 Ich neige auf jedenfalls dazu, Ihnen, Herr Ministerpräsiden, ersteres zu unterstellen, da sie sich ja auch ganz offensichtlich mit Ihrer  Entscheidung, die ehemalige Reichskriegsflagge zu verbieten, an eben jene verblödete Klientel zu wenden scheinen, die da glaubt, mit absurd bis schwachsinnigen Verboten, wäre die geradezu kollektive Verwirrtheit in Ihrem Lande aufzudröseln, ganz nach dem Motto: Wenn zu viele, falsche Leute quertgestreifte Hemden tragen, muss man quergestreifte Hemden verbieten. Damit bin ich geradewegs bei der Deutschen Verbotsphilosophie und dem Verbot der Reichskriegsflagge

Bei Ihrem Verbot der Reichskriegsflagge haben sie ein echtes Problem, indem Sie völlig willkürlich und wenig geschichtskonform ein anerkannt respektables, normative Symbol aus der deutschen Geschichte durch Verbot zu diffamieren beabsichtigen. Weniger ergebene Historiker, an denen es in der BRD eh mangelt, würden Ihnen empfehlen, die Reichskriegsflagge als solche nicht zu verbieten, sondern diese unter hoheitsrechtlichen Schutz zu stellen, im Rahmen dessen, der Gebrauch dieser Flagge zu regeln wäre. Da wohl auch die CSU ihr Staatsverständnis zur Gegenwart und Geschichte Deutschlands den Grünen und den Sozialisten folgend, überdacht hat, denke ich, dass Sie sich wohl kaum der Mühe unterziehen werden, den Flaggenmißbrauch, der ohne Zweifel stattfindet, differenziert zu unterbinden. Ansonsten wird es sein, wie die große Schriftstellerin Germaine de Staël zu Beginn des 19. Jahrhunderts in ihrem Werk „Über Deutschland“ schreibt, ich zitiere: „Wenn den Deutschen noch so großes Unrecht angetan wird, findet sich doch immer ein obskurer deutscher Professor, der so lange an der Objektivität herumbastelt, bis er bewiesen hat, dass die Deutschen Unrecht getan haben.“

Lassen Sie mich abschliessend, wie folgt, aus dem Briefroman „Hyperion“ von Friedrich Hölderlin zitioeren: So kam ich unter die Deutschen:
Ich forderte nicht viel und war gefaßt, noch weniger zu finden. […] Es ist ein hartes Wort, und dennoch sag‘ ichs, weil es Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrissner wäre, wie die Deutschen.

Handwerker siehst du, aber keine Menschen. Denker, aber keine Menschen. Priester, aber keine Menschen. Herrn und Knechte, Jungen und gesezte Leute, aber keine Menschen –

ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstükelt untereinander liegen, indessen das vergossne Lebensblut im Sande zerrinnt? […]

Es ist auf Erden alles unvollkommen, ist das alte Lied der Deutschen. Wenn doch einmal diesen Gottverlassnen einer sagte, daß bei ihnen nur so unvollkommen alles ist, weil sie nichts Reines unverdorben, nichts Heiliges unbetastet lassen mit den plumpen Händen, daß bei ihnen nichts gedeiht, weil sie die Wurzel des Gedeihns, die göttliche Natur nicht achten, daß bei ihnen eigentlich das Leben schal und sorgenschwer und übervoll von kalter stummer Zwietracht ist, weil sie den Genius verschmähn, der Kraft und Adel in ein menschlich Tun, und Heiterkeit ins Leiden und Lieb und Brüderschaft,  den Städten und den Häusern bringt.

Ihrer geschätzten Antwort, Herr Ministerpräsident, sehe ich mit Interesse entgegen.

Mit höflichem Gruss Rolf Dieter Lehner

Am Beispiel Luis Trenker den unseligen Zeitgeist überlisten: Heimat, Umwelt und Kultur mit den Mitteln des Opportunismus in die Zukunft mogeln

Luis Trenker bei Dreharbeiten im Madison Square Garden, New York 1932
Bild Luis-Trenker-Archiv e.V. Kitzbühel

Heimat, Umwelt und Kultur sind wichtige Prägungsbegriffe für das Bilden von Bewusstsein. Dieser Schlüssel bildet das Fundament für Bindungen und Sinnhaftigkeit.

Menschen werden aus der Summe der Erinnerungen und Erfahrungen geprägt und bewerten ihr Lebensumfeld, bzw. ihre Lebensweise, anhand dieser Prägung und messen diese an tradierten Werten.

Prägung durch Heimat, Umwelt und Kultur verleiht dem Menschen Geborgenheit, Stabilität, Kraft und ein Wissen um tiefergehende Zusammenhänge. Als Nebeneffekt – sozusagen – entsteht aus dieser Lebenserfahrung eine kritische Distanz zur Flüchtigkeit und Unverbindlichkeit der modernen und globalen Konsumgesellschaft und der ihr zugrunde liegenden Manipulation und Ideologisierung. Es liegt im Wesen des von Heimat, Umwelt und Kultur geprägten Menschen, die Welt auf Sinnhaftigkeit abzuklopfen. Die Bewertungsskala dazu entsteht aus eben diesen vorgenannten Werten, an denen neue Eindrücke und Angebote immer wieder gemessen werden.

An sich ist diese Argumentation uralt: Herakles oder Herkules, dem berühmten griechischen Heros, gelang es, den eigentlich unbezwingbaren Riesen Antäus zu besiegen. Antäus schien unbesiegbar, weil sich seine gewaltige Kraft aus dem engen Kontakt zu seiner  Mutter Gaia, der Erde speiste. Dadurch, dass Herakles den Riesen Antäus von der Erde hoch hob und so den Kontakt  des Riesen zur Erde unterbrach, konnte er ihn besiegen, denn der hatte nun durch Herakles, von der „Mutter Erde“ getrennt, alle Kraft verloren.

Herakles besiegt den Riesen Antäus Bild Wikipedia

Stellt man zwischen dieser altgriechischen Sage und unserer Lebensweise einen Analogieschluß her, dann kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass auch wir, wie der Riese Antäus, unsere Kraft verloren haben: Meterweise Beton zwischen uns und der Erde und unser materialistisches erdfernes Ego haben uns jeden Bezug zur „Mutter Erde“ genommen und die Kraft, die sie uns gegeben hat, ist einer selbstzerstörerischen Schwäche gewichen.

Ganz in diesem Sinne gestaltet sich die Zukunft unserer manipulierten und ideologisierten Gesellschaft geradezu trostlos. Der gnadenlose Materialismus und die vordergründigen Verlockungen der modernen Zivilgesellschaft mit ihren strategisch und technologisch raffinierten Mitteln haben die Bindungen an Heimat, Umwelt und Kultur nahezu irreparabel beschädigt. Das Resultat erfüllt mit Entsetzen. Die Umwelt ist hochgradig zerstört. Der Begriff der Heimat wird durch bösartigen Fanatismus und ideologische Wirrköpfe diffamiert und gleichsam, in einem Aufwasch, wird Kultur besudelt, vom Sockel gestürzt und damit wird der instrumentalisierte und zuvor destabilisierte Mensch zum willenlosen Nutzvieh, zum Irrläufer und zum Freiwild  totaler Ausbeutung.

„Der Pöbel jubelt“ Bild: Wikipedia

Grossräumige gewinnmaximierende Strategieen werden einer entwurzelten Masse durch imperative Stereotypen und Parolen eingehämmert. Einer, für differenzierte Argumente unzugänglich gewordenen Masse freilich. Jeglicher Bildung und Bindung beraubt, unwissend, blind, taub und geistig verwirrt.

„Geht so die Menschheit einer teuflisch dämonischen Zukunft entgegen“
„Der Aufmarsch der Gesichtslosen“ Autonome Szene Hamburg BildRBB

Geht so die Menschheit einer teuflisch dämonischen Zukunft entgegen, die alles, was der Apostel Johannes offenbarte und der Niederländer Hyronymus Bosch malte, in den Schatten stellt?

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Hyronimus Bosch 1500: „Die Hölle“ (Ausschnitt)
Bild: Venedig Dogenpalast

Ein geradezu empirisches Exempel statuiert der Schriftsteller und Filmemacher Luis Trenker durch sein Schaffen, das von Anfang bis zum Ende mit der Moderne hadert und sich vehement gegen die Zumutungen der Zivilisation wehrt. Sein Film, „Der verlorene Sohn“ (Universal Pictures 1932/33), zeichnet einen Menschen, der jung und stark der Enge seiner Heimat und deren Verpflichtung entflieht, um draußen in der Welt sein Glück zu suchen. Am Ende scheitert er, trotz Karriere, an der modernen Welt und ihren so verwirrenden Angeboten und kehrt dann, weiser geworden, in seine Heimat zurück. In dieser Heimat wird er in einer langen filmischen Sequenz von den guten Geistern der Natur, der Umwelt und der Heimat willkommen geheißen und findet wieder, geläutert, zu sich selbst.

der-kaiser-von-kalifornien – CulturMag
Der Kaiser von Kalifornien (Filmkurier 1936) Bild Luis Trenker Archiv e.V. , Kitzbühel

In seinem Film „Der Kaiser von Kalifornien“ (1936 gedreht, mit finanzieller Unterstützung seiner jüdischen Freunde, Carl Laemmle und Paul Kohner), erhebt Trenker geradezu Anklage gegen das Establishment, die Feinde der Freiheit und die Zerstörer von Menschlichkeit und Kultur: Weil Trenkers Protagonist, Johann August Sutter, seines Zeichens Drucker zu Ulm, illegal Flugblätter druckt und der Freiheit das Wort redet, wird dieser von den Behörden verfolgt und so bleibt Sutter nichts anderes übrig, die Flucht nach Amerika anzutreten, um dort seine Freiheit zu finden. Tatsächlich gelingt es Sutter in Kalifornien, ein glückliches Paradies an Ländereien und Weinbergen zu schaffen, in dem die Menschen frei leben. Doch auf dem Besitz Sutters wird Gold gefunden. Gierig durchwühlen die Menschen die Erde, das Verbrechen blüht und auf den Feldern verdorrt der Weizen.

Luis Trenker „Der Kaiser von Kalifornien“ 1936 Bild Luis Trenker Archiv e.V. Kitzbühel.

Als Sutter die Banken beschwört, ihm angesichts der großen Verluste Überbrückungskredite  zu gewähren, weigern die sich und stellen unmißverständlich klar, dass sie es vorzögen, anstatt in Landwirtschaft, in die Goldsuche zu investieren. Enttäuscht und zornig wirft Sutter, angesichts der Zerstörung seines Lebenswerkes, den Bankern vor, dass der Goldrausch vorübergehe, aber „seine Äcker und Wiesen zu allen Zeiten Segen brächten“ und er fügt hinzu: „Am Ende seid ihr genau solche Räuber und Banditen, wie die da unten am Sacramento, die meine Ländereien zerstören.“ Am Ende ist Trenkers Protagonist verarmt und fordert  mit letzter Kraft auf den Stufen des Kapitols Recht und Gerechtigkeit.

„Du kannst den Lauf der Dinge nicht aufhalten“ Luis Trenker-Bernhard Minetti
Bild: Luis Trenker Archiv e.V. Kitzbühel

Aus diesem letzten Dialog des Films „Der Kaiser von Kalifornien“, der von den Nationalsozialisten ebenso wegzensiert wurde, wie später auch von den Amerikanern, blieb jedoch eine  Dialogliste erhalten. In ihr wird Sutter von einem imaginären Geist beschworen: „Kämpfst du noch immer um dein Recht? Du kannst den Lauf der Dinge  nicht aufhalten“. Mit einer großartigen Geste weist die Erscheinung auf den Glanz der Städte und die ewige Kraft der Maschine, auf Reichtum und Wohlstand. Dem setzt der sterbende Sutter auf den Stufen des Kapitols entgegen, dass „dies nicht seine Welt sei und er eine andere, bessere Welt gewollt habe“. Luis Trenkers „Kaiser von Kalifornien“ endet mit dem relativierenden Kompromiss des imaginären Geistes: „Recht oder Unrecht, wer kann’s wissen, sei du zufrieden, du hast der Welt in deinem Sinne gedient. Dein Herz wird in den Wäldern und Flüssen Kaliforniens weiter schlagen“. Der Autor dieses Dialogs, der Filmemacher Luis Trenker, dessen Mythos zwischen den Unerträglichkeiten der Systeme eines Jahrhunderts zerbrach, wird heutzutage von den Machern der ideologisierten Zivilgesellschaft angefeindet und als Opportunist zwischen den Systemen seines Jahrhunderts diffamiert. Fazit: es bleibt wohl in der Tat nichts anderes mehr übrig, als höhere Werte und hehre Ziele mit den Mitteln des Opportunismus in die Zukunft zu mogeln.

Sturm auf den Reichstag, Jagd nach einem Selfie oder: Wie streut man millionenfach Sand in die Augen.

Am Sonntag Abend saßen, wie üblich, Millionen braver Bundesdeutscher vor ihren Fensehern und wurden von den staatlichen Medien und deren Epigonen mit medialem Entsetzen darüber aufgeklärt, dass einige hundert Rechtsextremisten, Leugner von allem Möglichen und Reichsbürger, im Rahmen einer Demo, einen Sturm auf das Reichstagsgebäude unternommen hätten.

„Sturm auf den Reichstag“ Bild: Reuters/Christian Mang
Gruppenbild mit Polizei vor dem Reichstag Bild: Reuters/Christian Mang

Dass so ganz nebenbei einige Hunderttausend Menschen friedlich demonstriert hatten, obwohl sie von einem militanten Innensenator und dessen Polizeiaufgebot permanent schikaniert worden waren, das war allenfalls bei ARTE zu erfahren.Wohl weil der bundesdeutsche Zugriff auf diesen Deutsch-Französischen Sender nicht ganz so einfach ist.

Bild: ZDF.de
Bild: ZDF.de

Wenn das Wort Lügenpresse bis dato wohl eine Überspitzung darstellen mochte, spätestens am Fernsehabend des 28. August und noch einmal, am folgenden Montag morgen, beim Studium der Tageszeitungen, stand fest: Die BRD wird in der Tat von einer gleich geschalteten Lügenpresse um wahre Sachverhalte, von vorn bis hinten, betrogen und belogen. Man will es eigentlich nicht wahrhaben, man mag es nicht glauben, beschwört den Geist von Peter Scholl-Latour, Dieter Kronzucker oder Hans Dieter Lueg, Richard Löwenthal und den vielen Anderen die mit Anstand, Distanz und gemäß dem Ethos freier und unabhängiger Medien berichteten und kommentierten. Das war es, was seinerzeit die BRD gegenüber der DDR moralisch stärker machte und sie am Ende des Tages moralisch zum Sieger machte. Inzwischen aber ist diese Bundesrepublik zu einem repressiven Staatswesen verkommen. Die Menschen werden manipuliert und mit unzähligen Gesinnungsfallen cuioniert. Von Genderismus bis „Black Life Matter“, die Bürger unterliegen einer infamen Sprachzensur und alternative, denkmalbeschmierende Vollidioten, transferieren US-Rassen-Auseinandersetzungen in ein Land, das diese Probleme im Grunde genommen garnicht kennt. Ein Land, das einmal ein Paradies war für schwarze GI´s, die ausgerechnet im „Nach-Hitler-Staat“ diejenige Achtung und Anerkennung für ihre gutmütige und liberale Haltung gegenüber den Besetzten erfuhren, die sie in vielen Bereichen, daheim, in den USA, nicht einmal heutzutage erfahren.

Was ist aus diesem einst so hoffnungsvoll gegündeten Staat geworden? Ein veritabler Saustall, in dem Menschen und die Geschichte ihres Staates diffamiert werden, in dem man politisch den Nachbarn Rusland diffamiert, der ein bis zwei Generationen zuvor mit Terror und Mord überzogen worden war und dessen freundschaftssuchende Hand, eine Kanzlerin der übelsten Sorte im Doppelpack mit einem geradezu indiskutablen Präsidenten ausschlägt. Was will man noch mit dieser Republik anfangen, die ihre eigene Industrie ruiniert, ihre fähigen Köpfe aus dem Lande ekelt und die Bürger mit kruden Ideen und Maßnahmen überzieht, die kein denkender Mensch versteht. Man kann etwas schönreden, man kann etwas schlecht reden, bei der deutschen Republik unter Merkel, verschlägt es einem die Sprache ganz.

Insbesondere verschlägt es einem die Sprache, wenn man sich der Tatsache bewusst wird, das der angebliche Sturm auf den Reichstag eine geheimdienstlich gesteuerte Aktion war, um von dem mehreren einhundert-tausend-fachen Demonstrationszug systemkritischer Bürger durch Berlin abzulenken. Thomas Wüppesahl, Bundessprecher der BAG, Kritische Polizisten (Hamburger Signal) e.V., sieht klare Anzeichen einer False-Flag-Aktion. Er vermutet „eine kritische Masse an V-Leuten der Sicherheitsbehörden auf den Reichstagstreppen“. Die Medien unterschlugen die eigentliche und höchst einducksvolle Demonstration und diffamierten sie, indem sie sich medial auf diesen gefakten „Reichstagssturm“ von etwa 100 bis 150 angeblichen Reichsbürgern, gut gemischt mit V-Leuten des Verfassungsschutzes, stürzten und die machtvolle Demonstration friedlicher Bürger auf der Straße des 17. Juni und die Kundgebung an der Siegessäule zu einem Aufmarsch der Rechten „umfakten“. Derlei Aktionen sind ein geradezu übliches Prozedere der Geheimdienste, um im Zusammenspiel mit systemtreuen Medien, zu desinformieren und zu diffamieren. Im Fachjargon verwendet man dafür den Begriff „Agent Provokateur“. Derlei Aktionen sind aus dem maroden zaristischen Russland, in seiner Endphase, bekannt und auch aus der zerfallenen DDR im Jahr 1989, als Stasi Leute, getarnt als Dissidenten, ihre eigene Zentrale überfielen und die Akten aus dem Fenster warfen. Drunten auf der Straße wurden die, von wiederum anderen Provokateuren, eingesammelt oder vernichtet. So tarnt sich ein System, indem es sich, vermeintlich gegen sich selbst, wendet. Man muß, was diesen inszenierten „Reichstagssturm“ betrifft, schon reichlich naiv sein, um zu glauben, dass dieses so wichtige Symbol der Demokratie, das Reichtagsgebäude, gerademal von 3 „mutigen“ Polizisten angeblich gegen einen wildgewordenen Mob verteidigt wurde. Wenn man weiß, dass der Reichstag innerhalb der „Bannmeile“ liegt, bestens bewacht, überwacht und von einer eigenen Polizei gegen illegale Aktionen geschützt wird, dann ist man über dieses so durchsichtige Ablenkungsmanöver eines angeblichen Reichstagssturmes höchst amüsiert, besser gesagt sensibilisiert.

Bild:Reuters/Christiann Mang

Der gutgläubige Bürger, der seine Informationen zumeist aus dem Staatsfunk bezieht, glaubte den Spuk natürlich. Und der linientreue „Journalist“ des Establishments mutiert zum Aktivisten des Systems und kommuniziert das Ereignis unkritisch, regierungstreu und zensiert. Was bleibt ihm auch anderes übrig, wenn er nicht geschasst werden will, wie schon so mancher seiner Kollegen.

Wir sollten alle wachsam sein, dass uns die Demokratie – und mit ihr das freie Wort – nicht zugunsten eines Systems entgleitet, eines Systems, das alles andere favourisiert, als den freien mündigen Bürger.

Meinungsforschungs-Institute sind die Feuermelder der Staatsmacht

Hier ein Brief an das Meinungsforschungsinstitut Civey zur allgemeinen Kenntnisnahme:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre suggestive Fragestelllung: „Geht von den Demonstrationen gegen die Corona-Politik eine Gefahr für die parlamentarische Demokratie in Deutschland aus“, indiziert das politische Unterbewusstsein, dass sich die Staatsraison vor dem voranschreitenden Verfall der BRD real fürchtet.

Zieht man staatliche Zerfallserscheinungen aus der Geschichte zu Rate, wie beispielsweise den Weg in die Französische Revolution oder die Bostoner Tea-Party und legt den Zerfallsprozess des Bourbonenstaates bzw. den britischen Umgang mit den Kolonialisten Nordamerkas, wie einen Raster über unsere heutige Zeit, dann wird klar, wohin Ihre BRD steuert. Noch lässt sich das Volk von den Regierenden gegeneinander aufhetzen, noch sind es nur Minderheiten, die kritisch fragen und agieren, noch greifen propagandistische Schlagworte wie „Nazi, rechtes Gedankengut, …Leugner, Verschwörungstheoretiker“ usw. Noch kann Greta als „Influencerin“ für die Klimaindustrie promoten, noch kann man mit Gender und Black Matter die Masse manipulieren.

Fanatiker und armselige Narren am Werk: Beschmiertes Denkmal des ersten deutschen Reichskanzlers Otto v. Bismarck

Noch sind es nur Denkmäler, die von verblödeten Aktivisten gestürmt werden. Konsumidioten, die sich in „black matters“ geradezu überschlagen und sich andererseits an den Rohstoffen Afrikas zu Lasten der dort Lebenden gütlich tun.

Am Ende des Tages aber gibt es keine Journalisten mehr und nur noch Aktivisten, keine Ingenieure mehr, aber nur noch Zeitgeschichtler, agitierende Böhmermänner, Amadeo-Stifter und Unmengen an kruden Lebensvorstellungen.

Damit ist dann die prosperierende Leistunsgesellschaft endgültig am Ende.

Sie fragen ab, was die Leute meinen. Die Leute meinen garnichts, sie sind schwimmende Korken in einem Wildbach und treiben mal hier hin und mal dorthin. Entscheidend sind allein die stattfindenden Prozesse, die in den Untergang führen: Politische Fantastereien, Organisation von Massenhysterie, Agitation und strategische Verwirrung.

Am Ende sind Sie kein Meinungsforschungsinstitut, sondern ein Kontrollorgan zur Feststellung, ob, wieweit, bzw, wie sehr die Masse bereits aus dem Ruder läuft. Es wird ausgehen, wie jedesmal in der Geschichte. Erst ist da der Unmut von denkenden Eliten, dem folgt die breite Masse, sobald ihr spürbar gegen den Bauch getreten wird.

Die entscheidende Frage: Wie lange ist Ihr erbarmenswürdiges Narrenhaus finanzierbar? Wann geht der Gelddruckmaschine, die derzeit auf Hochtouren läuft, der Saft aus.

Sie werden meinen Brief nie beantworten, obwohl er für Meinungsforschende und Stimmungsanalythiker sicher nicht uninteressant wäre. Abgesehen davon wissen Sie wohl selbst am besten, wie es real um Ihr Staatswesen steht. Sie wissen auch, dass der Untergang von Systemen einer bestimmten Gesetzmäßigkeit folgt und da sie ebenfalls wissen, dass dem Botschafter von bad news allzeit der Kragen umgedreht wird, werden Sie sich hüten, eine Prognose kundzutun, die möglicherweise der meinen ähnelt.

Mit bestem Gruß