Gedenken, 75 Jahre danach:

Auschwitz

Am 23 Jänner 1945 befreite die sowjetische Armee die letzten Insassen der Lagerkomplexe Auschwitz, unter anderem auch das Kranken- und Vernichtungslager Birkenau. Es waren nur ca. 7000 Menschen, die das Grauen überstanden hatten. Darunter viele Kinder.

„Befreiung der Kinder von Auschwitz, 1945“

Fast eine Million Juden waren in Auschwitz ermordet worden.  Tausende gingen auf Gewaltmärschen zugrunde, als sie zu Kriegsende, bei Annäherung der Russen unter unmenschlichen Umständen in Arbeitslager des Reiches verfrachtet wurden. Sowjetische Truppen hatten Auschwitz befreit. Keine Frage, ein Verdienst. Es war allerdings die Sowjetunion, die nach dem Krieg neue antijüdische Gewalttaten und Progrome in Gang setzte und auch Polen machte sich  nach dem Krieg an den Juden schuldig. 1946 wurde Polen von einer Welle von Progromen heimgesucht. Anlässlich derer, wurden vom NS Terror verfolgte Juden, erschlagen. In Kielce und anderswo.

Man versteht sich: Auschwitz als Plattform für politische Spiele
Bild: ORF
u.A.

Darüber freilich kein Wort, anlässlich einer Erinnerungsfeier im israelischen Yad Vashem, bei der über 50 Nationen durch ihre Repräsentanten vertreten waren. Übrigens, ausgenommen der polnische Präsident Duda, der schlichtweg beleidigt war, weil er in der Gedenkstätte keine Rede halten durfte und weil den Polen Kollaboration mit den Deutschen im Zweiten Weltkrieg vorgeworfen wird.

Einen peinlichen Affront sondersgleichen lieferte einer, der bis dato intellektuell unbedarftesten deutschen Präsidenten, Frank Walter Steinmeier.

„Er wolle seine Rede auf Englisch halten, liess sich  der Mann vernehmen, denn er befürchte Holocaust Überlebende dadurch zu verletzen, wenn er sich in der Sprache der Täter einlassen würde“.

Der deutsche Historiker Professor Michael Wolffssohn kritisiert die Auschwitz Rede des deutschen Bundespräsdidenten: „Die immergleichen Worte … kein Wunder, dass kaum noch jemand zuhört“, Steinmeiers Rede beim Holocaust-Gedenken in Jerusalem sei wertlos“. Wolffsohn fordert eine neue Gedenkkultur in Deutschland. Bild ARD

Dieser Auswurf an Dummheit muss jene Juden abstoßen, die bei allem, was geschehen ist, nicht von ihrer Affinität zur deutschen Kultur lassen wollen und auch nach all den Ereignissen doch wieder eine Heimat in Deutschland gefunden haben. Ist Steinmeiers Phraseologie der richtige Weg, dem  Grauen von Auschwitz gerecht zu werden?

Die Deutschen, nach 75 Jahre kollektiv und undifferenziert abzuwatschen und mit wütender Rachsucht zu überziehen, und so einen kalkulierbaren Antisemitismus latent zu halten? Das kann es doch wohl nicht sein.

Ein Antisemitismus, der es erlaubt, langfristig Daumenschrauben gegen die Deutschen einzusetzen, die sich überzeugend und fast einvernehmlich, seit Jahrzehnten, strikt vom Nationalsozialismus und seinen Untaten distanziert haben. Soll ein großsteils geschürter und polititsch provozierter Antisemitismus einer merkantilen Dauersühne Vorschub leisten? Da hineingeworfen die Frage: „Wie sollen Juden, die erneut ihre Heimat in Deutschland suchen, in diesem permanent aufgeheizten Klima leben?

Deutschland pauschal Antisemitismus vorzuwerfen, ist eine unlautere Behauptung. Deutschland vorzuwerfen, dass es einer „gebetsmühlen-artigen“ Vergangenheitsbewältigung überdrüssig sei, mag bis zu einem gewissen Grade stimmen. Es stellt sich hier allerdings die Frage: Geht es eigentlich darum, die Deutschen Tag und Nacht vorzuführen oder aber darum, Frieden und Eintracht zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland wieder herzustellen und jüdische Kultur als Teil der abendländischen Identität  neu zu beleben?

Erinnerungskultur als Apell an das Gute oder Instrument gesellschaftspolitischer Repression? Mit dieser Frage haben Sie schon viele kluge und sensible Köpfe auseinandergesetzt. In den achtziger Jahren war es der seinerzeitige Oberrabbiner von England, Jakobowitch, der beklagte:: „Man habe aus der Erinnerungskultur an den Holocaust ein großes Geschäft gemacht, an dem Museumsplaner, Architekten und Filmemacher gut verdienen würden“. Wenn dies tatsächlich so ist – und es sieht ganz danach aus, als ob Jacobowich  Recht behalten hätte – dann wäre das eine moralische Katastrophe. Eine Katastrophe deshalb, weil damit ein überwältigend schlimmes Ereignis in der Menschheitsgeschichte rein trivialen Ambitionen zum Opfer gefallen wäre.

In der Tat, Auschwitz kann doch nicht dazu dienen, um irgendwelchen  gesellschaftspolitischen Ansprüchen repressiven Nachdruck zu verleihen. Auschwitz ist eine Warnung an die ganze Menschheit, es niemals wieder dazu kommen zu lassen, dass irgendwo Menschen aufgrund ihrer Herkunft verfolgt, seelisch  zerstört und anschließend physischvernichtet werden.

Bedenkt man allerdings, was seit 1945 an Menschheitsverbrechen begangen worden ist und wie wenig die Menschheit aus Auschwitz gelernt hat, dann wird dieser Anspruch zunehmend marginaler. Es ist nicht die Masse, welche die Schwere des Verbrechens ausmacht, sondern es ist das wölfische im Wesen des Menschen, sich gegenseitig, aus welchem Grund auch immer, zu vernichten.

Auschwitz fordert ganze Wahrheiten. Keine Zuweisungen, keine Zuordnung und keine Zwangsverpflichtung. Auschwitz fordert einen absoluten Anspruch an die Menschheit, nicht an eine Gruppe und nicht an ein Volk. Niemand sollte es wagen, wie bisher geschehen, sich zu Lasten anderer freizusprechen. Wer die Täter und die Verantwortlichen am Holocaust auf  Deutschland allein reduziert und sich selbstgerecht den Gutmenschen zuordnet, der ist ein barer Heuchler.

August 1941: In Frankreich verhaftete Juden werden von der französischen Gendarmerie in Paris in Autobussen in Sammelstellen gebracht. 8281-41 ADN-ZB/Archiv: Bundesarchiv Berlin
Sammellager Beaune-la-Rolande, Frankreich 1942
Bundesarchiv, Bild 101I-250-0939-28A / Dieck / CC-BY-SA 3.0

Und jene, die wegsahen, wie es so schön heißt, das waren nicht die Bürger im Reich, die mit der Aufräumung ihrer verbrecherisch zerbombten Städte beschäftigt waren, vielmehr waren das die unmittelbaren Zeugen der Mordorgie vor Ort: Die grösstenteils antisemitischen Einwohner in den polnischen und ukrainischen Dörfern, aus denen die Juden von der deutschen Ordnungspolizei zur Erschiessung herausgeholt wurden. Sie waren es, die Bürger der Städte, wie Krakau, Lublin oder Warschau,vor deren Augen sich die Katastrophe in den Gettos abspielte und nicht zuletzt waren es die Behörden und Institutionen im Generalgouvernement, in der Ukraine und auch in den Ländern Westeuropas. Sie waren organisatorisch mit in die Judenverfolgung eingebunden und wie, beispielsweise die Niederländischen Eisenbahnen, ließen sie sich die Judentransporte bis zum letzten Tag gut bezahlen.

Das nie bombardierte Auschwitz, Luftaufnahme US-Airforce

Alle, die heutzutage mit dem Antisemitismus in der Welt spielen, wie beispielweise die sinistren Typen vom Verein für politische Schönheit, stehen moralisch in der Schuld. Jene die ihre Grenzen geschlossen hatten und den verfolgten Juden keinen Schutz und keine Hilfe boten, sind ebenso schuldig wie jene, die Juden aktiv verfolgt haben.

Die St. Louis , HAPAG, unter Kapitän Gustav Schröter. 1939: 950 Juden gehen in Hamburg an Bord. Sie suchen Asyl in einem freien Land : Kuba, USA oder Kanada. Doch niemand will sie. Die Reise wird zur Irrfahrt

1939 beginnt die St. Louis, ein Passagierdampfer der HAPAG eine Irfahrt: Über 950 deutsche Juden sind an Bord. Sie suchen Schutz in Übersee. Kuba, die USA und Kanada lehnen die Einreise ab. Schließlich kehrt das Schiff zurück. In Antwerpen dürfen die Menschen endlich von Bord. Nicht besser ergeht es Emigranten, die nach Palästina einwandern wollen Die Briten hatten wahre Hürden aufgebaut und verlangten horrende Summen für ein Visum zur Zuwanderung in ihr Mandatsgebiet Palästina. 1936 machten sie ganz dicht. Sie sind ebenso schuldig, wie die USA, die ihre Bomberflotten während des Krieges, vorzugsweise auf Städte wie Dresden und Würzburg losließen, anstatt Auschwitz-Birkenau oder andere Vernichtungslager und deren Zufahrtswege auszuschalten. Französische Gendarmerie jagte jüdische Frauen und Kinder, um sie dann der SS auszuliefern sie sind ebenso schuldig, wie diejenigen, die die Züge aus Frankreich in Empfang nahmen. Ukrainischer, polnischer und litauischer Antisemitismus war es, der es überhaupt erlaubte, effiziente Strukturen zur Realisierung des Judenmordes aufzubauen. Sie alle waren es, die auch das Gros des Personals in den Vernichtungslagern stellten. Sie waren es, die unmittelbar an den Tötungen beteiligt waren.

Wer den Holocaust auf ein spezifisch deutsches Phänomen reduziert und jene zu Befreiern hochstilisiert, die direkt oder indirekt in allen Ländern Europas das Verbrechen billigend in Kauf genommen haben oder gar aktiv mitbefördert haben,  schadet dem Gedenken der Erinnerung weit mehr als unverbesserliche Leugner. Wer sich anmaßt, Macht und Einfluss aus dem Geschehenen abzuleiten und glaub,t seine Stimme sei die der Überlebenden, der zerstört jeden Ansatz von echter Reue und Anteilnahme. Wer Geschichte und deren Belege fälscht, der stärkt die Holocaust Leugner und die Revisionisten. Wer versucht, aus dem Holocaust eine Religion zu machen und die Opfer zu geradezu religiös überhöhten Blutzeugen macht, der hat bereits die schreckliche Wahrheit und die Unverrückbarkeit des Geschehenen im historischen Bewußtsein der Völker unterwandert.  Vor allem brauchen wir keine glatt gestylten Holocaust Eliten in Politik und Wirtschaft, die sich als Lobbyisten des Horrors auf Staatskosten bedienen.  

Iwan/John Demjanjuk: Ausgangsfoto für die Fälschung des Ausweisfotos im ebenso gefälschten Dienstausweis von Iwan Demjanjuk. (Quelle Prozessakten Israel)
Iwan/John Demjanjuk, angeblicher Wachman in Sobibor. Hauptindiz ein vom KGB zweifelsfrei gefälschter Dienstausweis. Das Foto wurde aus einem Privatfoto Demjanjuks (siehe obiges Bild), umretuschiert. Der Ausweis selbst ist im damals, für Dokumente unüblichen Offset-Verfahren gedruckt und eine frei gestaltete Fantasievorlage, die es in dieser Form nie gegeben hat.
Die SS Runen sind ebenso handgemalt, wie diverse Satzzeichen. Die Unterschriften sind gefälscht. Zudem spiegelt der Ausweis einen Verwaltungsvorgang wieder, der so niemals stattgefunden haben konnte. Der Ausweis ist ein beschämender Beleg für die Inkompetenz der befassten Forensiker. (Quelle Prozessakten Israel)

In der Tat, es ist der Zweifel, der die Wahrheit zernagt. Und jene, die manipulieren und fälschen, wie im Fall Demjanjuk beispielsweise, um Erinnerungen mit gefälschten Dokumenten in Schauprozessen zu manifestieren, haben sich mit den wahren Verbrechern schon vor Jahrzehnten arrangiert. Die wahren Verbrecher konnten sich allzuoft mit Hilfe der USA der Gerechtigkeit entziehen, wärend viel zu spät Gerechigkeit geheuchelt wird, werden unbedarfte und völlig unwichtige Greise, sozusagen aus ihren Sterbezimmern herausgezogen, um mit Ihnen Schauprozesse anzuzetteln. Diese irgendwo nachgeordneten armseligen Schranzen des NS-Systems, die in Lagerküchen oder in Büros von Konzentrationslagern gearbeitet haben, dienen nun dazu, Rachdurst und politische Strategieen zu bedienen. Genau das ist es, was den Wahrheitskern des Holocaust beschädigt und die Bereitschaft der Menschen behindert, ein ehrenvolles Geschichtsbild zu entwickeln

Wieder wurde eine Chance am Beispiel „75 Jahre Auschwitz“ vertan, der Menschheit ernsthaft ins Gewissen zu reden, um am Beispiel Auschwitz, die Herzlosigkeit und Brutalität von Menschen und Kulturen eindringlich anzuprangern. Leider wurde da in Jerusalem ein Festakt aus Samt und Seide in Szene gesetzt und ein Tag der Platitüden, Worthülsen und Geschäftsabschlüsse. Wie gesagt, Höhepunkt war das, wie die Jugend so schön „das Gelabere eines Alten weißen Mannes“ nennt, das inhaltsleere Phrasieren eines einfältigen Präsidenten, der gleich kistenweise Porzellan zerschlug.

Angesichts der danach folgenden „schleimheiligen“ Gewissensprügelei der gleichgeschalteten Medien, bleibt da nur noch Ekel und fast kaum noch eine Chance mehr, jüdischen Mitmenschen ehrlich die Hand zu drücken.

In Zusammenhang mit meiner distanzierten Betrachtung zur Gedenkkultur bezüglich Auschwitz, hier eine bezeichnende Rede des britisch/israelischen Historikers Yehuda Bauer, 2008 in Yad Vashem aufgezeichnet. „Israel und der Holocaust.

Es ist eine Aufgabe, ich nehme an, eine zentrale Aufgabe von Historikern, mit Mythen aufzuräumen. Was ich  möchte, ist , einen Mythos anzusprechen, der unter den Israelis, Regierungsvertretern, dem kleinen Mann auf der der Straße, den Freunden  Israels, Freunden des jüdischen Volkes in aller Welt und auch seinen Feinden, den  Feinden  Israels, verbreitet ist. Sie alle teilen den Mythos, dass Israel das Resultat des Holocaust sei. Das ist absolut falsch. Das ist ein Mythos, es ist unwahr.

Prof. Yehuda Bauer, an academic advisor to Yad Vashem and one of the world’s premier historians on the Holocaust, discusses the relationship between the Holocaust and the emergence of the State of Israel. Dealing with the widely held belief that the State of Israel came into existence because of the Holocaust.Quelle Yad Vashem/Youtube

Frei übersetzt: Es ist eine Aufgabe, ich nehme an, eine zentrale Aufgabe von Historikern, Mythen zu entlarvenn. Was ich möchte, ist einen Mythos ansprechen, der unter den Israelis, Regierungsvertretern, dem kleinen Mann auf der der Straße, den Freunden  Israels, Freunden des jüdischen Volkes in aller Welt und auch seinen Feinden, den  Feinden  Israels, verbreitet ist. Sie alle teilen den Mythos, dass Israel das Resultat des Holocaust sei. Das ist absolut falsch. Es ist ein Mythos, es ist unwahr

Vor dem 2. Weltkrieg lebten etwa viereinhalb Millionen Juden im sogenannten Osteuropa, ausserhalb der Sowjet Union. Diese Menschen konnten nicht bleiben, wo sie waren. Sie lebten unter feindlich gesonnenen Menschen, die sie nicht mochten. Menschen, von denen die meisten von ihnen, Juden hassten. In diesen Gebieten gab es 1939 unter 3,3 Millionen Juden in Polen eine Wirtschaftskrise von gewaltigen Ausmaßen. Ein Drittel der Menschen dort lebte an- und unter der Armutsgrenze. Jüdische Kinder konnten im Winter nicht in die Schule gehen, weil sie kein Schuhwerk besaßen.  Während der Dreissiger Jahre herrschte gegen Juden ganz allgemein Ablehnung. Nirgendwo konnten sie hingehen. Amerika war ihnen verschlossen, Großbritannien war ihnen verschlossen. West Europa war zu dieser Zeit zu. Südamerika war ihnen verschlossen. Palästina war ab 1936 von den Briten gesperrt. 1938/1939 wurde diese Sperre zunehmend verstärkt und es begann dort eine lange Zeit der Abriegelung . Doch, hätte es für Juden die Hoffnung gegeben, Osteruropa zu verlassen, um nach Palästina auszuwandern, dann hätten schätzungsweise ein Drittel  dieser viereinhalb Millionen von ihnen, sofort die Gelegenheit zur Auswanderung genutzt. Das wäre bei einer Einwohnerschaft von nur einer halben Millionen Juden zu dieser Zeit zwar extrem schwierig gewesen, doch es wäre gegangen, nicht auf einmal freilich.

Nun, das Ganze wurde durch den Holocaust gestoppt. Von 3,5 Millionen Juden wurden 3 Millionen ermordet. Der Holocaust verhinderte/stoppte mehr oder weniger  die Entwicklung (die zur Gründung Israel führte). Mehr Holocaust weniger Israel. Das war die Quintessenz.

Nun gut, der Krieg endete 1945.

1945-1947 waren da 300 – bis 350.000 Juden, nicht nur Überlebende, sondern auch viele Juden, die aus der Sowjet Union zurückgekommen waren. Diese 300 bis 350.000 Juden kamen nach dem Sieg der Alliierten nach Mitteleuropa. Vorwiegend in die US Zonen Deutschlands und Österreichs. Dort bildeten sie eine kleine Bevölkerungsgruppe, mit der die Alliierten wenig anzufangen wußten. Die Amerikaner wollten sie nicht, die Briten wollten sie mit Sicherheit nicht. Niemand sonst auch, wollte sie.

Die meisten von ihnen, ob richtig oder falsch, entschieden sich dazu , einen Ort zu wählen, an dem sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen konnten und so wollte die weitaus größte Gruppe von Ihnen nach Palästina.  Sie waren gewiss nicht durch jüdische Bevollmächtigte aus Palästina zu ihrem „Exodus“ überredet werden. Im Gegenteil, sie kritisierten diese Emissionäre, weil diese nicht energisch genug waren, die Weltöffentlichkeit dazu zu bewegen, die Auswanderer dort hinzulassen, wo sie hinwollten.  Zwischen 1945 und 1948 charterten europäische Juden und Juden aus Nordafrika Schiffe, um nach Palästina zu gelangen. Von Anfang an, das war 1946, wurden sie daran gehindert und von den Briten nach Zypern gebracht. Dort harrten tausende, zehntausende in Internierungslagern aus, hoffnungsvoll entschlossen, ihren Weg fortzusetzen. Wenn der Krieg länger gedauert hätte als er gedauert hat, wenn er 1947, anstatt 1945 geendet wäre,  dann hätte es nicht einen einzigen Überlebenden mehr gegeben. Dann hätte niemand insistiert, dann wäre niemand mehr gekommen, dann hätte es keine politischen Entscheidungen gegeben, dann gäbe es kein Israel. Der Gedanke, die Welt habe den Juden Israel geschenkt, als Resultat dessen, was sie während des 2. Weltkrieges hatten erleiden müssen, ist ein totaler und absoluter Unsinn. Schaun Sie, heute kann ich  im Zusammenhang mit den internen Schriftverkehr, der diplomatischen Korrespondenz der verschiedenen Staaten berichten, die in der UN für die Teilung Palästinas gestimmt hatten, dass da nirgendwo der Holocaust, der Genocid an den Juden überhaupt, erwähnt wird. Keine Erwähnung an irgendeiner Stelle. Nicht einmal bei denen, die die Teilung Palästinas ausdrücklich befürwortet hatten.

Der Holocaust, der Gernozid an den Juden? Nirgentwo ein Wort

Truman wollte keinen Staat Israel. Er opponierte dagegen bis zum Schluss. Da war nirgendwo eine Erwähnung in der amerikanischen diplomatischen Korrespondenz. Keine Erwähnung in der französischen diplomatischen Korrespondenz. Es gab nur eine Ausnahme: Andrei Gromyko der Aussenminister der Sowjetunion hielt am  14. Mai 1947 eine Rede, in der er die Vernichtung der Juden, während des 2. Weltkrieges in Europa, ansprach.

Wie ehrlich war das gedacht? Die Sowjetunion oder die Polen, die den Holocaust nie erwähnt hatten? Die Sowjetunion und die Polen die nie an den Holocaust erinnert hatten? They couldn´t care less. Was sie wollten war nichts anderes, als die Briten aus dem Nahen Osten zu vertreiben. Dafür wären die Juden gut genug gewesen. So erwähnte Gromyko den Holocoust allein aus rein propagandistischen Gründen. Für Lügen und  für Propaganda. Aber er war der einzige, der den Holocaust erwähnt hatte, keiner sonst.

Es ist sehr wichtig, mit dem ganzen Durcheinander aufzuräumen, sehr wichtig, Denn der Staat Israel wäre beinahe gescheitert. Es hing am seidenen Faden. Ja, jene Überlebenden, die es bis Mitteleuropa geschafft hatten, waren ein starkes Element. Sie waren Überlebende, dem Holocaust zum Trotze. Sie waren es, die (für einen Staat Israel) die politischen Bedingungen schufen, der nützliche Esel, wenn man so will. Denn, die Amerikaner wussten nicht, was sie hätten tun sollten, sie wollten die Juden nicht in Amerika. Die Briten wollten sie draußen haben. Europa wollte sie nicht. Deutschland wollte sie nicht. Doch sie wollten raus (nach Palästina). Und das führte schließlich zur Diskussion in der UNO. Das Resultat war nicht der Stasat Israel. Aber es eröffnete die Möglichkeit dafür zu kämpfen. Ende der Rede

Epilog: Im Gegenschnitt zur Rede Yehuda Bauers und dem von ihm angesprochenen Verhalten der Alliierten gegenüber den jüdischen Auswanderern, müssen an dieser Stelle Dokumente angesprochen werden, aus denen hervorgeht, dass der US-Militärische Geheimdienst CIC (Counter Intelligence Corps) im besetzten Deutschland mit Aufgaben betraut waren, die das Ausmass der Heuchelei, so wie sie Jehuda Bauer geißelt, noch auf die Spitze treibt. Neben Rüstungsfachleuten, Entwicklern und Techikern, suchte das Counter Intelligence Corps Fachleute, die organisatorische Erfahrungen aufgrund ihrer Tätigkeit in Konzentrationslagern besaßen. Die Dokumente besagen, dass bei einem direkten Konflikt mit der UDSSR, jüdische Palästina-Auswanderer, die aus dem Osten Europas stammten, in Lagern interniert werden sollten. Die Begründung des CIC damals: Man könne davon ausgehen, dass die aus Osteuropa stammenden Juden meist sowjetische Partisanen gewesen seien und dementsprechende Sabotageerfahrungen mit sich brächten. Im Zusammenhang mit einem möglichen militärischen Vorstoß der Sowjets in die persischen und arabischen Ölfördergegebiete, bestünde die Gefahr, dass diese ehemaligen sowjetischen Partisanen von Palästina aus operieren könnten, um Sabotageakte durchzuführen. Nach der Gründung des Staates israel, am 14. Mai 1948 , liess der CIC seine Pläne fallen und ermöglichte es den von ihm engagierten deutschen „KZ-Spezialisten“ mit gefälschen Identitäten des Vatikans und Jugoslaviens in Südamerika abzutauchen.

Deutsches Schiff dringt gewaltsam in italienisches Staatsgebiet ein

Seerecht ist Gewohnheitsrecht. Wenn sich Menschen in Seenot befinden, müssen sie gerettet werden. Diese Pflicht gilt für staatliche wie private Schiffe und ergibt sich laut Rechtsexperten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages aus der Tradition der Seefahrt und dem ungeschriebenen Völkergewohnheitsrecht. Auch internationale Seerechtsübereinkommen und Resolutionen regeln die Seenotrettung. Den Ort der Anlandung der Geretteten, entscheidet die nächst gelegene Seenot Leitstelle.

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